Nordost-Hafen Helgoland: Nordwest-Kaje und Marina

März / April 2021

Der Bedarf an Liegeplätzen für Sportboote ist mit der Zeit stetig gestiegen, sodass nun die Ertüchtigung und der Ausbau des gesamten Nordost-Hafens als Marina geplant sind. Eine Bauwerksprüfung hat außerdem ergeben, dass die Nordwest-Kaje mittelfristig ertüchtigt werden muss, um die Standsicherheit zu gewährleisten. Die Kaje soll voraussichtlich durch eine Vorschüttung stabilisiert werden.

Die Grundlagenermittlung und Vorplanung wurden bereits angestoßen. In Entwürfen und Konzepten wurden erste Möglichkeiten aufgezeigt, wie der Hafen mit neuen Liegeplätzen gestaltet und genutzt werden könnte. Zur Diskussion steht vor allem, wie viele Liegeplätze in welcher Größenordnung möglich sind. Eine zentrale Herausforderung besteht darin, bei effizienter Ausnutzung der Liegeflächen gleichzeitig den nautischen Anforderungen aller Nutzer gerecht zu werden.

Im Rahmen der Planung muss eine Baugrunderkundung stattfinden, um herauszufinden, wie der Baugrund der Hafensohle beschaffen ist und unter welchen Voraussetzungen er sich für die geplanten Maßnahmen (Vorschüttung und Dalben) eignet. Dazu gehört auch die Ermittlung der Wassertiefen und der Seegangsparameter. Im Februar/März 2021 wurden in diesem Zuge subaquatische Bohrungen durchgeführt, bei denen der Felssockel für die Befestigung der neuen Dalben untersucht wurde. Im Vorfeld fand im Herbst 2020 die notwendige Kampfmittelsondierung der Bohransatzpunkte per Tauchereinsatz statt.

Die finale Entscheidung über die neue Gestaltung der Marina steht noch aus. Nach der Grundlagenermittlung und Vorplanung muss die Planung unter Berücksichtigung der Ergebnisse vertieft werden. Der Baubeginn ist voraussichtlich nicht vor Herbst 2022 zu erwarten.